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Chef-Muslim zu Besuch in Pasewalk

Kaum eine große TV-Debatte zum Thema Terror oder Flüchtlinge, bei der man ihn nicht sieht: Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Jetzt debattierte er mit Pasewalker Schülern.

2016 11 06 schule ohne rassismus1

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund zwanzig Plakate beschäftigen sich im Oskar-Picht-Gymnasium mit dem Thema Flüchtlinge und Asyl.

2016 11 06 schule ohne rassismus2

 

 

 

 

 

 

 

 

Aiman Mazyek (links) vom Zentralrat der Muslime, und Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan J. Kramer.

PASEWALK. Stephan J. Kramer ist noch jung im Amt. Er ist Präsident des Amtes für Verfassungsschutz beim Thüringer Innenministerium. Als er vor Jahren Pate des Oskar-Picht-Gymnasiums innerhalb des Projektes Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage wurde, war er nicht minder bekannt: Er war Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland. Am Freitag traf der Verfassungsschützer in Pasewalk auf eine nicht minder bekannte Persönlichkeit: Aiman Mazyk ist Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Die beiden prominenten Schulpaten waren einer Einladung der AG Demokratiewerkstatt in das Gymnasium gefolgt. „Wir wollten nicht nur unser Projekt zum Thema Asyl und Menschenrecht eröffnen, sondern genau dieses Thema mit den Schulpaten diskutieren", sagte Maria Nitschke, die die AG Demokratiewerkstatt am Oskar-Picht-Gymnasium leitet.
Der Einstieg der beiden prominenten Gäste in das Thema war bemerkenswert: Ihr berührt ein sehr aktuelles Thema, wenn ihr über Flüchtlinge sprecht, sagte Aiman Mazyek. „Denn ihr berührt den Umgang mit unserem Grundgesetz und die Frage, wie wir mit den ewig Gestrigen umgehen, die die Uhr zurückdrehen wollen." Ja, so ergänzte wenig später Stephan J. Kramer, man dürfe sagen, dass es Probleme gibt: „Man darf sagen, dass das Thema mit Schwierigkeiten verbunden ist und es legitim sei, auch Angst zu haben. Wir müssen Antworten finden. Aber nicht die: Ihr bleibt draußen. Denn Asyl ist Menschenrecht." Der SPD-Mann zollte dann sogar der Kanzlerin seinen Respekt. Im Wissen um das Risiko habe sie die Grenzen nicht geschlossen.
In der Aula des Gymnasiums ging es kurze Zeit später in der Diskussion um harte Fakten und bisweilen auch um Stammtischgerede. Die Gymnasiasten scheuten sich nicht, ihre Themen anzubringen. Zum Beispiel: Erhalten Flüchtlinge mehr Geld als Deutsche? Was bringen Flüchtlinge uns? Warum arbeiten sie nicht? Die Antworten waren gelegentlich provokant, bisweilen sehr einfach. Deutschland handele auf der Grundlage des Grundgesetzes, sagte Aiman Mazyek. „Aber auch aus der eigenen Geschichte und aus den Lehren der Shoah." Wenn Asylbewerber heute mit Wohnung, Bett, Krankenversicherung ausgestattet würden, dann auch, weil sie rechtlich nicht arbeiten dürften. Sie seien auf staatliche Hilfe angewiesen. Es gehe dabei nicht um Gegenleistungen, sondern darum, Schutz zu geben.
Die beiden Prominenten sparten nicht mit Breitseiten in Richtung Politik: Bis heute fehlten zum Beispiel die rechtlichen Voraussetzungen, damit alle im Ausland erworbenen Abschlüsse anerkannt werden. Wer sich integrieren wolle, habe deshalb einen langen Ausbildungsweg vor sich. Auch wenn das Grundgesetz auf der Seite der Flüchtlinge sei, die etablierte Politik sei es nicht immer, hieß es an anderer Stelle. Damit müsse sich jeder auseinandersetzen, so Stephan J. Kramer. Aiman Mazyk spitzte dann alles noch einmal zu: Die Flüchtlinge seien auch eine Antwort auf „unsere katastrophale Geopolitik".
Beide lieferten viel Stoff zum Nachdenken. 

 
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