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Das gemeinsame Abitur verbindet auch noch nach 60 Jahren

Sie gehören zum letzten Vorkriegsjahrgang und zu den Kriegsjahrgängen. Ihr Start in Schule und Beruf verzögerte sich deshalb. 60 Jahre nach dem Schulabschluss trafen sich die Ehemaligen jetzt am heutigen Oskar-Picht-Gymnasium wieder. Dort hat sich nicht nur der Name geändert, sondern auch inhaltlich geht es anders zu.

2018 07 03 das goldene abiturDiese Damen und Herren besuchten einst die Klasse 12b2 an der Willi-Sänger-Oberschule und legten 1958 ihr Abitur ab. 60 Jahre nach dem Abitur besuchten die Ehemaligen das Oskar-Picht-Gymnasium (früher Willi-Sänger-Oberschule) und schauten sich in dem Haus um. Das einstige Musikzimmer dient heute als Computerkabinett.

PASEWALK. Drei Einschulungsjahrgänge in einer Schulklasse? Alltäglich ist das nicht, denn für die Einschulung der Erstklässler gibt es Stichtage. Sie erfassen in der Regel immer nur zwei Jahrgänge. Es verwunderte deshalb schon, als Ruth Rothe aus Penkun, Ärztin im Ruhestand, die Jahrgänge ihrer Abitur-Abschlussklasse nennt: „Einige meiner Klassenkameraden wurde 1938 geboren, andere 1939, weitere 1940. Das Abitur haben wir gemeinsam 1958 abgelegt."

Bei einem Blick in die Geschichte klärt sich auf, warum damals drei Altersgruppen gemeinsam unterrichtet wurden. Es handelt sich um Kriegskinder, die am Ende des Zweiten Weltkrieges oder kurz danach das Einschulungsalter erreicht hatten. „Den Wirren der Zeit geschuldet, wurden wir aber 1945 nicht eingeschult, sondern ein Jahr später", erzählt die Penkunerin. Wir, das waren nicht nur Kinder aus Pasewalk wie Ruth Rothe. Das waren auch Kinder aus den umliegenden Städten und Dörfern, die sich Jahre nach der Einschulung an der Erweiterten Oberschule „Willi Sänger" in Pasewalk begegnen würden. Dort verbrachten sie ihre letzten Schuljahre gemeinsam. Vor 60 Jahren legten sie schließlich gemeinsam die Abiturprüfungen ab. Dieses Jubiläum nutzten die Abiturienten von einst für ein Treffen am Ort ihrer Kindheit und Jugend.
Wirklich fremd sind sich die Damen und Herren nicht geworden. Seit mehreren Jahren treffen sich die Ehemaligen in einem Rhythmus von zwei Jahren an verschiedene Orte. Rügen war so ein Treffpunkt, Niederfinow und Penkun ebenfalls. 2018 also Pasewalk, weil dort mit dem Abitur in dem altehrwürdigen Gemäuer des Gymnasiums vor 60 Jahren ein gemeinsamer Lebensabschnitt endete und jeder für sich ein neues Leben begann. Das dreitägige Treffen bereiteten Ruth Rothe, Anna Schendel und Heinz Döbler vor. Ausgangspunkt war immer das Hotel „Am Park". Die drei Akteure organisierten unter anderem eine Tour in das Ukranenland und eine weitere nach Stettin.
Am zweiten Tag stand der Schulbesuch ins Haus. Schulkoordinatorin Sigrid Bohl begrüßte die Gruppe und musste erst einmal Ruhe in die „Klasse" bringen, eine Klasse der 78- bis 80-Jährigen, weil jeder etwas zu erzählen hatte. In der Aula erhielt jeder nicht nur die Urkunde „60 Jahre Abitur", sondern erfuhr auch Wissenswertes über den Schulbetrieb heute. Beim Rundgang wurden die Veränderungen am deutlichsten: Wer ahnte schon 1958, dass es einmal ein Computerkabinett geben würde und diesem das Musikzimmer geopfert wird? Dieses Schicksal teilte auch das einstige Klassenzimmer. Bei einer Vorführung erlebten die Ehemaligen, dass heute der naturwissenschaftliche Unterricht einen besonderen Stellenwert hat. „Aber auch aus uns ist etwas geworden", sagt Ruth Rothe: Viele „Jungs" hätten ein Ingenieurstudium aufgenommen, Landwirtschaft, Maschinenbau oder Physik studiert. Vier der Abiturienten wurden Arzt, eine Gebrauchsgrafikerin.

 

 

 

 
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