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physik

Aufgrund der Trägheit kann sich die Schwingungsebene eines Pendels überhaupt nicht ändern, solange keine zusätzliche Kraft die Bewegung stört.

In Wirklichkeit hat sich also nicht das Pendel gegenüber dem Dom gedreht, sondern: Die Schwingungsebene hat die ganze Zeit ihre Lage beibehalten - gedreht hat sich vielmehr die Erde und mit ihr der Dom samt den Zuschauern.


Einer der ersten, die diesen Versuch durchführten, war Foucault. Er selbst gab zu dem Phänomen folgende Erklärung:

"Ich nehme einmal an, der Beobachter befindet sich auf dem Nordpol und läßt ein Pendel schwingen, dessen Aufhängepunkt genau über der Verlängerung der Erdachse liegt.

Während das Pendel schwingt, bewegt sich die Erde unaufhörlich von Westen nach Osten. Dem Beobachter erscheint es aber, als ob sich die Schwingungsebene langsam nach Westen verdreht - genauso wie die Sternenbilder über ihm.

Setzt man die Schwingungen 24h lang fort, so hat sich die Schwingungsebene scheinbar um 360° gedreht"


Foucault schreibt dann noch weiter, daß die Drehung überall zwischen Pol und Äquator beobachtet werden kann. Allerdings wird die scheinbare Drehung der Schwingungsebene immer langsamer, je näher man dem Äquator kommt. Am Äquator selbst beobachtet man keine Drehung der Schwingungsebene eines Pendels.

 


Autoren: Manuel Beyer, Christoph Redlin 20.01.1999

 
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