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Die spannende Zeit nach dem Abi: Das haben unsere Absolventen erlebt

Von Emma Marsal

Die Abiturienten haben ihre Schulzeit hinter sich. Jetzt steht ihnen die Welt offen. Lehre, Studium, Auszeit oder Weltbereisung – sie haben unendlich viele Möglichkeiten. Aber nutzen sie die auch? Wir haben sechs ehemalige Pasewalker Gymnasiasten aufgetrieben und uns von ihren Abenteuern erzählen lassen.

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Tom Kaven war als Mitglied der Tanzgruppe „Team Recycled" schon auf so einigen Bühnen, hier sind sie bei „Das Supertalent". (linkes Bild)

Alles andere als gewöhnlich ist dieses Foto von Maximilian Maske. Für Fans solcher Fotos und der Geschichten dahinter ist sein Buch „Maxtralia" genau das Richtige. (rechtes Bild)

PASEWALK. Es war das Jahr 2012, als Maximilian Maske aus Pasewalk sein Abitur am Oskar-Picht-Gymnasium ablegte. Nach dem Schulstress brauchte er eine Auszeit und entschloss sich, diese in Australien zu verbringen. Ein ganzes Jahr Work and Travel. Um diese spannende Zeit nie zu vergessen, hat er alles in einem Buch festgehalten. Wenn man genau wissen will, was der junge Mann dort alles erlebt hat, kann man das Werk auf Nachfrage bei ihm erwerben. Zeitweise verdiente er sein Geld als Hilfsarbeiter in Sydney, war Band Roadie in Melbourne, oder er gärtnerte in Kongwak. Er lernte viele Leute kennen, mit denen er allerlei Abenteuer erlebte. „Definitiv wurde ich durch das Jahr gelassener", nennt Maximilian Maske einen Vorteil dieser Auszeit. Er ging in der Annahme auf Reisen, danach zu wissen, was er studieren möchte. Aber wer verschwendet schon Gedanken an Beruf und Zukunft im Paradies? Nach dem Jahr wusste er nur, dass er Lust hat, etwas Neues zu lernen. Inzwischen steht er kurz vor seiner Bachelorarbeit und somit vor dem Ende seines Medieninformatik-Studiums. 

In Kolumbien arbeitete sie in einem sozialen Projekt
Die weite Welt erkundet hat auch die gebürtige Pasewalkerin Janka Zimmermann: Sie ging nach ihrem Abitur 2012 für ein Jahr nach Kolumbien. Bei den internationalen Workshops auf Schloss Bröllin hatte sie Lust auf diesen Trip bekommen. In Bogotá arbeitete die junge Frau dann in einem sozialen Projekt mit. Entwicklungspolitische Aspekte, ein bewusster Umgang mit Entscheidungen und die Suche nach alternativen Handlungs-, Wirtschafts- und Lebensformen begleiten Janka immer noch. Zurück in Deutschland wollte sie sich jedoch neu orientieren. Im Sommer 2014 zog sie nach Leipzig und traf dort die Entscheidung, Soziale Arbeit zu studieren. Hier wohnt sie jetzt mit 30 Menschen in einem Hausprojekt und engagiert sich weiterhin bei unterschiedlichen Projekten. Doch neben ihrem Auslandsjahr gab es viele andere Dinge und Menschen, die sie dazu bewegt haben, ihr Leben so zu führen, wie sie es jetzt tut. „Meine vielen Reisen zeigten mir immer wieder, wie aufregend und vielfältig die Welt ist und dass es wichtig ist, zu vertrauen und den Mut zu haben, Neues zu lernen", sagt sie.

Eigentlich sollte es ja Berlin sein ...
Maxi Czarnowski aus Pasewalk entschied sich für ein Freies Soziales Jahr (FSJ). „Ich wollte nicht von einer Schulbank auf die nächste rutschen, sondern lieber neue Erfahrungen sammeln", begründet sie ihre damalige Entscheidung. Ursprünglich war Berlin ihr Wunschort für das FSJ, denn dort wollte sie später sowieso leben und studieren – so der Plan. Doch die Realität sah dann anders aus: Sie fand keine kostenlose Unterkunft in der Hauptstadt. Da kam ihr das Angebot der Diakonie gerade recht, die ihr anbot, in einem Internat in Potsdam leben und arbeiten zu können. Soziale Arbeit wollte Maxi später sowie studieren. Die FSJ-Monate verschafften der jungen Frau einen Einblick in die Arbeit mit Kindern. Auf dieses Jahr folgten einige Sommer, in denen sie bei Ferienlagern als Betreuer arbeitete. Im Februar nächsten Jahres beendet sie übrigens ihr Studium in Berlin.

Auch das kann ein Jahr bewirken
2013 absolvierte die aus Pasewalk stammende Lysann Zink ihr Abitur und bewarb sich zunächst für den Studiengang Soziale Arbeit. Nach der Absage griff sie auf ihre „Notlösung" zurück. Sie hatte sich bereits einen Platz bei den Freiwilligen Jugendgemeinschaftsdiensten gesichert und konnte gleich ein FSJ in Berlin beginnen – in der Mutter-Kind-Einrichtung „Prenzlkomm" für psychisch kranke Mütter. Themen wie Drogen, Kinderschutz und Jugendhilfe waren ihr täglicher Begleiter. Da Lysann den Familien auch beim Kochen und dem Umgang mit Geld half, wurde auch sie selbst erwachsener. Doch in der folgenden Bewerbungsphase entschied sie sich für Deutsch und Geschichte auf Lehramt. Warum denn der Sinneswandel? „Das Jahr war eine großartige Erfahrung, aber es machte mir auch bewusst, dass ich nicht mein ganzes Leben in so einem Beruf arbeiten kann", erklärt die angehende Lehrerin.
Den Traum, einmal im Fernsehen in einer Show aufzutreten, hegen viele. Noch bevor der Strasburger Robert Komnick sein Abitur 2014 ablegte, bewarb er sich nach seinem 18. Geburtstag bei einer Quizshow und wurde direkt zu „Quizchampion" eingeladen. Doch ganz spontan war das nicht, den Plan verfolgte er schon seit einigen Jahren. Viele würden das in diesem Alter eine Menge Überwindung kosten, doch Robert fühlte sich gut vorbereitet und sah das Ganze gelassen. Danach folgten noch mehr Auftritte, für die er sich entweder erneut bewarb oder zu denen er eingeladen wurde. Zurzeit befindet er sich im letzten Semester seines Journalistik-Studiums, für das er nach Magdeburg zog. „Der Medienbereich hat mich einfach schon immer interessiert", sagt er.

Er tanzte schon in Fernsehshows
Tom Kaven aus Strasburg trat als Mitglied der Tanzgruppe „Team Recycled" schon in Fernsehshows oder bei Wettbewerben auf. Sein Abiturzeugnis hielt der 20-Jährige 2015 in der Hand. Bei Tanzworkshops in Bröllin überzeugten Toms Tanzkünste den Gruppengründer, und er wurde zu einem Casting eingeladen. Kurze Zeit später vertrat er das Team in Glasgow, weihte mit ihm eine Pressekonferenz in Peking ein und tanzte auf dem Festival of Language and Culture in Brüssel. Man findet ihn aber auch an der Humboldt-Universität zu Berlin als Student für Philosophie/Ethik und Deutsch auf Lehramt. Ob das so bleibt, steht jedoch noch nicht fest. „Ich habe über eine Karriere als Tänzer nachgedacht, mich aber aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden. Ich weiß noch nicht genau, welchen Weg ich gehen werde", sagt der Student.

 

 
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