90 Minuten Landeskunde Polen einmal anders

2017 06 15 polenmobil

Einen Polnischunterricht der etwas anderen Art erlebten die Schüler der 8. Klassen aus dem Polnischkurs.

PASEWALK. Fragt man junge Leute nach Persönlichkeiten aus Polen, sind es besonders Jungs, die auf Anhieb punkten: Ihnen fallen sofort die Fußballer Robert Lewandowski vom FC Bayern München und der einstige Rekordschütze Miroslav Klose ein. Doch was wissen die jungen Leute in der Region noch über Kultur, Politik und Mentalität der Nachbarn? Im Unterricht bleibt dafür nur wenig Zeit. Und genau hier knüpft das Polen-Mobil an, ein Projekt des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt. Es tourt seit 2015 durch Deutschland und vermittelt Neues, hilft, die polnische Sprache besser zu verstehen. Für die Sechstklässler der Pasewalker Europaschule „Arnold-Zweig" sowie des Polnischkurses des Oskar-Picht-Gymnasiums waren es kurzweilige 90 Minuten, die ihnen Koordinatorin Susanne Albani und Sprachanimateur Marius Flunt boten. „Wir wollen die Schüler nicht nur auf das Land aufmerksam machen, sondern gerade im grenznahen Raum Perspektiven aufzeigen, die bis hin zum Studium und Arbeiten in Polen reichen können", so Albani.

Und den Realschülern, die noch nie mit der polnischen Sprache in Berührung kamen, wurden spielerisch erste Worte vermittelt und in einem Memory-Spiel Gleichnisse von deutschen und polnischen Dingen und Persönlichkeiten abgefragt. „Bei uns an der Schule kann man Polnisch als zweite Fremdsprache erlernen. Viele haben Angst davor und denken, sie ist schwer zu erlernen. Diese Veranstaltung jedenfalls war gut und hat Mut gemacht", sagt Klassenlehrerin Anke Berndt.
Bei den Gymnasiasten aus dem Sprachkurs Polnisch sah der Vormittag ähnlich aus, mit einem Unterschied: Susanne Albani und Marius Flunt sprachen fast nur Polnisch mit den jungen Leuten. Über solche Worte wie: Dziekuje für Danke und Prosze für Bitte waren diese Schüler nämlich längst hinaus. Doch auch für sie gab es im Quiz noch so manches Neues zu erfahren. Bei der Frage „Wo leben die nach Warschau, meisten Polenstämmigen?" mussten die jungen Leute passen. Auf die richtige Antwort, Chicago, kam niemand. „Wir sind jetzt zum fünften Mal in MV. Hier spürt man, dass die Schüler schon viel über Polen wissen, oftmals begünstigt durch die Schulpartnerschaften", sagt Susanne Albani.

 

 
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