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Vorpommern weltweit auf der Jagd nach Gesichtern

Margitta und Dr. Eckhard Moos aus Gandenitz reisen in ihrer Freizeit um die Welt und fotografieren am liebsten Menschen im Alltag. Gegenwärtig sind sie in der Galerie des Pasewalker Oskar-Picht-Gymnasiums zu sehen. Jener Ort, an dem sie sich einst verliebt haben.

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Margitta und Dr. Eckhard Moos sind in ihrer Freizeit Weltenbummler und Hobbyfotografen. Gegenwärtig zeigen sie „Gesichter der Welt" in einer Ausstellung im Pasewalker Gymnasium. Tochter Juliane (l.) hielt die Laudatio.

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PASEWALK. Ist man aus der Schule entlassen, dann findet man nur noch selten einmal dorthin zurück. Doch für Margitta (Jahrgang 1944) und Dr. Eckhard Moos (Jahrgang 1943) war es eine Rückkehr wie zu einem „Tatort", sind sie sich schmunzelnd einig. Denn einst besuchten sie beide das Pasewalker Oskar-Picht-Gymnasium, schrieben sich erste Liebesbriefe und träumten von der weiten Welt. Später kam Margitta Moos für elf Jahre an die Schule zurück – als Lehrerin. Eckhard Moos wurde Internist. Beide arbeiten bis heute in ihren Berufen und leben in Gandenitz bei Templin.
Mit der Wende erfüllte sich ihr Traum. Sie wurden während ihrer Freizeit Weltenbummler, waren schon auf allen Kontinenten unterwegs. Dabei sind tausende Bilder entstanden. Oftmals zeigen sie Menschen in ihrem Alltag oder Porträts. Um auch andere Leute an ihrem Hobby teilhaben zu lassen, entwickelten sie die Ausstellung „Gesichter der Welt". Mit dieser sind sie jetzt zurückgekehrt, um sie in Pasewalk zu zeigen.
Die Fotos jedenfalls sind etwas ganz Besonderes. Da ist die Bananenverkäuferin auf dem Markt. Der Deal war: Sie ließ sich fotografieren, wenn Familie Moos etwas kaufen würde. Es sind aber auch Bilder dabei, die betroffen machen. Ein Bettler in Indien zum Beispiel, der im Müll nach Essbarem sucht. Oder Kinder, die sich in manchen Ländern nur gegen einen Obolus fotografieren lassen. „Es ist zwar eine Art Kinderarbeit, aber besser, als wenn sie sich prostituieren oder in Fabriken für die westliche Welt Kleidung oder andere Erzeugnisse herstellen müssen", so Moos.
Die Bilder zeigen aber auch Gegensätze, wie etwa eine junge Frau im Iran, die keinen Schleier trägt. „Wir wollen auf keinen Fall Paparazzi sein", sagt Erhard Moos. So habe das Ehepaar jedoch eine ganze Menge auf ihren Reisen in Sachen Toleranz, Gastfreundschaft und Demut erfahren, die sie selbst berührt haben. Manchmal gab es auch ein „Nein" für Fotos. So gestaltete es sich als besonders schwierig, australische Aborigines zu fotografieren. Bei den meisten Stämmen ist es üblich, dass nach dem Tod nichts mehr von dem Verstorbenen weiter existieren darf – Kleidungsstücke und Wertgegenstände, Fotos, müssen vernichtet werden.
Jedenfalls ist die Ausstellung sehr gelungen. Herzlich Aufnahme fand Familie Moos am Gymnasium. Besonders Margitta Moos sah man die Rührung an. Das sympathische Ehepaar zeigte sich außerdem dankbar für die passende musikalische Umrahmung der Ausstellung durch die ungarische Austauschschülerin Sarah Molnar und Otto Leonidas Reincke.
Die Ausstellung im Pasewalker Gymnasium kann noch bis zum 5. Mai betrachtet werden. 

 

 
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